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Die Geschichte des Kriegers


TrennungBearbeiten

Ich saß in meiner kleinen Zelle. In zwei Tagen haette ich sie geheiratet. Nun blieb mir nur noch die Erinnerung.
Ein muskuloeser Destructanischer Krieger in einer dunkelroten Uniform betrat mit gezogener Waffe den Raum.
"Wir haben Euch ausgesetzt, um Euch los zu werden, nicht damit Ihr den dort Ansaessigen die Raumfahrt bringt.", erklaerte der Krieger.
"Ich weiß.", antwortete ich tonlos. In Gedanken immer noch bei Paphalca und meinen Phiganischen Freunden auf Carrs.
"Gut. Eigentlich wuerde ich Euch jetzt hinrichten, aber der Große Schatten unserer Galaxie will Euch sehen. Er scheint beeindruckt von Euren Faehigkeiten zu sein."
"Ich verstehe.", sagte ich, doch eigentlich verstand ich nichts. Meine Faehigkeiten? Seit wann wollen die Destructaner schwaecheren Spezii helfen? Oder meinten sie meine Kampftechnik?
Er verließ meine Zelle und ueberließ mich wieder meinen Gedanken. Alle kreisten nur um eines: Meine Verflossene Liebe.

ZellengenosseBearbeiten

Wir fuhren noch einige Zeit, als der Destructaner die Tuer erneut oeffnete und eine weitere Person hineinstieß. Es war ein Scakk, ein starker Angehoeriger der fuehrende Spezies von irgendeinem Planeten in der Naehe des Kerns.
Ich begrueßte ihn und stellte mich vor, worauf er mit "Guddn Taag, 'ch b'n Freyt." antwortete. Es fiel mir schwer ihn zu verstehen.
"Warum bist du hier?", wollte ich von ihm wissen.
"D'str'ctaanaa hamm mich von maaim Plaan't'n g'hoolt, waail 'ch v'sucht haab, de Tr'pp'n von deen aanz'graaif'n!", erwiderte er und fuegte noch hinzu, "'nd d'?"
"Ich habe die Besatzungsmacht auf unserem Planeten angegriffen und einem unterentwickelten laneten bei der Enwicklung geholfen."
"Waaist d' sch'n, waas de m't d'r maaach'n woll'n?"
"Ihr großer Schatten will mich sehen. Und was ist mit dir?"
"S'baald 'ch aauf D'str'ctaaa b'n woll'n se mich h'nr'chteeen."
Schweigend flogend wir weiter, bis ein tiefroter Stern in Sicht kam. Wir flogen in das System und wurden sofort von zehn Schiffen umkreist, die ihre Waffen auf uns gerichtet hatten. Ich nahm an, dass sie mit dem Krieger sprachen, der uns hierhergeflogen hatte, denn ploetzlich fuhren sie ihre Waffen wieder ein und eskortierten uns zu dem einzigen Planeten dieses Systems. Einer riesien Kugel aus Metall, wie es schien, da der gesamte Planet oder zumindest die uns zugewandte Seite, komplett mit Gebaeuden, ueberdachten Transportwegen und aehnlichem uberzogen war.
Wir landeten und wurden von fuenf voll bewaffneten Destructanern aus dem Schiff geogen. In de Moment, in dem ich das Schiff verließ, spuerte ich eine Schwerkraft von 2,4g an meinem Koerper reißen, der nur die 1,5g von meiner Heimatkolonie Grav-2 und die 1,3g von Carrs gewohnt war.

DestructaBearbeiten

Wir wurden von den Destructanern durch die Gaenge eskortiert, wobei immer mindestens vier Waffen auf uns gerichtet waren.
Dann warfen sie mich und den Scakk in eine Zelle, wo wir aufgrund der erhoehten Schwerkraft hart zu Boden fielen.
"Waas maach'n wiaaa j'zz?", wollte Freyt wissen.
"Sobald der naechste Destructaner unsere Zelle betritt werde ich ihn toeten und wir hauen hier ab. Im Hangar sehen sicher noch einige ihrer Raumschiffe.", erlaeuterte ich meinen Plan.
Der Scakk nickte und als ich etwa eine Stunde spaeter jemanden an der Tuer hoerte flog ich leise und unter groeßter Kraftanstrengun bis an die etwa 2 ½ m hohe Decke. Als ich die Person hineinkommen sah, stockte ich kurz. Ich weiß nicht mehr, woran ich es erkannt habe, aber dieser Destructaner war eine Frau. Als sie sich nachmir umsah, nutzte ich die Gelegenheit, ließ ich mich mit dem 2,4-fachen meines Koerpergewichtes auf sie fallen. Ich hoerte ein leises Knacken und stand auf. Als sich die Destructanerin aber noch bewegte, griff ich nach ihrem Kopf und drehte ihn einmal um die eigene Achse. Ein langgezogenes Kreischen ertoente, wie Metall, das auf Metall reibt.
Als ihr regloser Kopf zur Seite klappte, sah ich warum. Ihr Skelett war mit Metall verstaerkt worden um Knochenbruechen vorzubeugen. Ich nahm ihr ihren Blaster aus der Hand, die beiden Dolche aus dem Guertel und verließ zusammen mit Freyt die Zelle. Ich bedeutete ihm leise zu sein. Teilweise um nicht bemerkt zu werden, aber hauptsaechlich weil ich seinen Akzent nicht mehr ertragen konnte.

Der Weg zum HangarBearbeiten

Wir traten in einen leeren Gang an dessen Seiten verschiedene Tueren in unterschiedliche Raeume fuehrten. Freyt fluesterte mir in seinem nervigen Akzent zu, dass wir die Tueren untersuchen sollten um zu verhindern, dass wir ploetzlich von mehreren Blasterschuessen in den Ruecken niedergestreckt werden.
Ich stimmte ihm zu und so oeffneten wir eine Tuer nach der anderen. Ich die auf der linken Seite, er die auf der rechten. Ich traf in keinem der Raeume auf Destuctaner, doch mir fiel auf, dass die Saege, in der Freyts rechter Arm endete nach dem er die dritte Tuer untersucht hatte mit rotem Blut bedeckt war.
Als wir um die naechste Ecke bogen, stockte mir der Atem: Eine Gruppe von 15 Destructanern blockierten den Weg. Ich sagte Freyt, er solle hier bleiben und jeden Destructaner, der mir gefaehrlich werden wuerde erschießen. Ich warf ihm die Waffe zu und schlich mich zu den Destructanern. Ich zog die beiden Dolche und erstach die ersten beiden sauber mit einem Stich durch den Kopf. Davon wurden die anderen allerdings aufmerksam und zueckten ihre Waffen. Ich sprang auf sie zu. Oder versuchte es zumindest, was mir allerdings nicht gelang, da die Schwerkraft zu hoch war. Ich konnte gerade noch verhindern, dass ich zu Boden fiel. Dann lief ich auf die 13 anderen zu, schlitzte einem die Kehle auf, brach einem den Arm und rammte ihm die Klinge zwischen zwei Platten seines Panzers. Ich riss es wieder raus und drehte mich einige Male um die eigene Achse, die Messer nach außen zeigend. Dabei erwischte ich etwa 3 von ihnen. Die letzten acht wichen zurueck und schossen auf mich. Ich bemerkte den Knall beim Verlassen des Laufes und den Rueckstoß, den die Destructaner allerdings ziemlich gut ausglichen. Sie schossen also mit Kugeln, statt mit Laser, Schall oder aehnlichem... Ich tauchte unter den Schuessen durch, wobei mein linker Fluegel allerdings durchloechert wurde. Ich warf meine Messer, und zwei Destructaner fielen toedlich getroffen zu Boden. Ich rollte mich auf sie zu, nahm meine Messer zurueck und erstach zwei weitere. Als diese zu Boden fielen, ließ ich sie zurueck und und trat nach dem naechstem. Voellig ueberrascht taumelte er zurueck und fiel auf seinen Partner. Ich griff nach der Waffe, die er fallen gelassen hatte und durchschoss beide mit einem Schuss. Dann stand ich den letzten vier gegenueber.
Ich nickte einmal zu der Ecke, in der Freyt stand doch als keine Schuesse kamen musste ich die letzten auch noch selbst erledigen. Ich schoss in das Gesicht von zwei weiteren, bis nur noch ein Klicken zu hoeren war, wenn ich den Abzug drueckte. Ich warf die Waffe weg und rannte auf den vorletzten zu. Ich rammte ihm meine Finger in die Augen, woraufhin er einen schmerzerfuellten Schrei ausstieß. Dann griff ich nach seinem Arm und bog ihn gegen sein Gesicht. Ich zog meine Finger weg und erschoss den blinden Destructaner. Ich ließ ihn zu Boden fallen und blickte dann in das Gesicht des letzten Destructaners.

Kampf fuer die FreiheitBearbeiten

Er grinste mich siegesgewiss an. Im ersten Moment verstand ich nicht, warum. Erst als ich seinem Blick folgte und dort Freyt sah, der von zwei Destructanern gefangen gehalten wurde und dem zwei Waffen an den Kopf gedrueckt waren.
"Ihr geht jetzt in Eure Zelle zurueck, dann passiert ihm erstmal nichts.", erklaerte der Destructaner.
"Nein danke. Euer Angebot interessiert mich nicht!", erwiderte ich, "Sobald ich mich ergeben haette, waere er sowieso tot."
Das siegesgewisse Laecheln auf den Lippen des Destructaners verschwand. Er zog eine kleine Waffe aus der Tasche und richtete sie auf mich.
"Ergib dich!", befahl er mir.
Ich sah auf die Waffe und erkannte... nichts. Ich hatte keine Ahnung, was diese Waffe verschoss, oder wie sie es tat.
Ich tat so als wuerde ich einen Schritt zurueckweichen, nutzte meinen rechten Fuß um eine der Pistolen der Destructaner in die Luft zu schleudern und aufzufangen. Ich zielte in Richtung des Destructaners.
"Gleichstand!", rief ich ihm zu.
"Nicht ganz!", anwortete er und da fiel mir etwas ein.
Ich drehte um die eigene Achse, un feuerte zwei Schuesse ab. Beide Destructaner kippten regungslos um.
"Du hast recht! Zwei gegen einen!", erwiderte ich siegesgewiss.
Ploetzlich schimmerte ein gelber Strahl durch den Raum und zerschmetterte meinen rechten Fluegel mit gewaltiger Kraft.
Ich sah schockiert auf die kleine unscheinbare Waffe des Destuctaners. Ich haette nie erwartet, dass sie solche Energie besaeße.
"Ergib dich!", befahl er.
Mein Blut flog durch den gesamten Gang und faerbte die silbernen Waende weinrot.
Ich drehte mich mit der Seite zu dem Destructaner und presste etwas Blut in den zur Haelfte abgeschmetterten Fluegel. Einige Klumpen Blut flogen in seine Richtung und verblendeten seine Sicht.
Ich nutzte den kurzen Moment und schoss in sein Gesicht. Sein Blut vermischte sich mit meinem...

Der Große SchattenBearbeiten

Im Hangar erlebten Freyt und ich eine weitere Ueberraschung. Mindestens hundert Destructaner standen dort und sahen in unsere Richtung. Auf einer erhoehten Plattform stand ein Exemplar, das de anderen nur entfernt aehnelte. Es war komplett schwarz, groeßer und hatte noch einige Waffen, ueber die die anderen Destructaner nicht verfuegten. Erst einen kurzen Moment spaeter bemerkte ich die Gruppe von Destructanern um ihn herum, die auch so aussahen. Nur diese trugen rote Rooben anstelle der pechschwarzen, die dieser eine trug, der zuerst meine Aufmerksamkeit erregt hatte.
"Darf ich vorstellen?", fragte ein normaler Destructaner, "Schattiger Vater, das ist der Kavdas, den Ihr sehen wolltet. Gefangener, das ist der Große Schatten. Ihr werdet ihn mit Seine Heiligkeit oder Schattiger Vater ansprechen."
"Nein, das werde ich nicht!", antwortete ich, "Ich werde ihn mit Unterdruecker der Galaxis, oder Zerstörer meiner Liebe ansprechen!"
Der Destructaner, der uns vorgestellt hatte, wollte nach seiner Waffe greifen, doch der Große Schatten gebar ihm aufzuhoeren.
"Er ist keiner unseres Volkes. Wir werde ihn gewaehren lassen. Zumal wir seine Informationen brauchen.", ertoente die zittrige Stimme des alten Mannes, der der religioese Fuehrer dieser Kreaturen war, "Bitte, sag uns, wie unsere Krieger es lernen, so zu kaempfen, wie Ihr!"
"Niemals, Alter Mann, ich verlangeein Shuttle fuer mich und Freyt, sowie ein Freifahrtsschein, mit dem wir unangegriffen euer Reich verlassen duerfen.
"Niemand, der Destructa je betreten hat, darf es wieder verlassen. Die Geister der Toten lassen das nicht zu."
"Eure Geister interessieren mich nicht."
Ich griff nach der kleinen Waffe, die ich dem Destructanischen Krieger abgenommen hatte. Ich zielte irgendwo in die Armee, die hier im Hangar versammelt war.
"Der Verlust einer solch gerinen Anzal Krieger interessiert unser Volk nicht.
Ich betaetigte den Abzug. Mindestens Zwanzig Krieger wurden buchstaeblich zerfetzt.
"Laut Anzeige habe ich noch 298 Schuss uebrig. Genug fuer mindestens 4.000 Soldaten. Wahrscheinlich eher 6.000.
"Auch diese Anzahl interessiert uns nicht."
Ich schwenkte die Waffe in seine Naehe und feuerte erneut. So musste auch etwa die Haelfte der Leibgade des Schattigen Vaters vernichtet. Die Krieger wurden unruhig. Einige zueckten ihre Waffen, andere versuchten, die Reihen zu verlassen und zu entkommen. Ich feuerte erneut.
"Vielleicht interessiert Seine Kleinigkeit sich nicht fuer solche Verluste, doch Eure Krieger scheinen ihre Leben ernster zu nehmen!", drohte ich und verwendete dabei bewusst einen Anglizismus zu Seine Heiligkeit
Ich feuerte erneut und die ersten Destructaner flohen.
"Ihr scheint eure Drohungen zu ueberschaetzen.", erklaerte der Geistliche.
Ich ignoriete ihn erneut und feuerte in die lichten Reihen der treuen Krieger, die noch immer im Hangar standen. Nun floen auch die letzten. Der Große Schatten, etwa fuenf Leibgardisten, mein Scakk-Freund und ich standen allein im Hangar. Der geistliche Fuehrer sah seinen Soldaten hinterher und wandte sich dann an seine Leibgardisten.
"Tut was er sagt. Nun liegt es in den Haenden der Geister!"

Was danach geschahBearbeiten

Wir flohen von Destructa ohne aufgehalten zu werden. Weder von Geistern noch von Kriegern.
Danach setzte ich Freyt wieder auf seinem Heimatplaneten ab.
Ich reiste zurueck nach Carrs, wo man mir sagte, man haette schon seit Ewigkeiten nichts mehr von Paphalca gehoert und gehe davon aus, sie sei tot.
Ich wollte auch nicht mehr leben, hatte aber zu viel durchgemacht um einfach zu sterben. Also meldete ich mich bei nahezu jedem Kriegseinsattz der Galaxis, bevorzugt gegen die Destructaner, immer in der Hoffnung, endlich zu sterben. Und genau deshalb meldete ich mich bei diesem Einsatz, der mir die Erloesung von meiner Trauer brachte. Wenn auch anders als erwartet.

Wird fortgesetzt in Teil IV:Angriffsplanung