FANDOM


==

Der Kern
==
Der Kern

Prolog
Bearbeiten

Das Frachtschiff befand sich nun in dem schwarzen Loch. Sie reisten nun schon eine Stunde darin. Das Kylakk war in den kleinen Zellentrakt gesperrt worden. Keif und die Kaßas befanden sich beide auf der Brücke.

„Wir müssen mal einen Planeten aufsuchen, auf dem es einen Hyperantrieb gibt. Mit diesem Ewigen schwarzen-Loch-Reisen kommen wir ja nirgends an.“ sagte Keif, „Und wie heißt du eigentlich?“ „Ich bin Shavla.“ „Ahja. Und wieso wurdest du von den Kritaky eingesperrt?“ „Das ist eine lange Geschichte.“

Shavla erzählte nun von ihrer Reise.

„Also haben die noch einen Planeten zerstört. Langsam beginne ich diese Mistviecher zu hassen!“ rief Keif aus. „Wohin fliegen wir jetzt eigentlich?“ fragte Shavla.

„Zum Kern. Wir müssen zwar erst an diesen jämmerlichen Grox vorbei, aber die können gegen unsere Schilde nichts anhaben.“ „Du weißt schon, das bis jetzt niemand aus dem Kern zurückgekehrt ist, der da reingeflogen ist? „Und DU weißt vielleicht auch, das wir sowieso keinen Grund haben, irgendwelche Aufstände zu planen? Mein Heimatplanet ist tot, und du bist eine gejagte. Schlag mir mal was besseres vor!“ Shavla bliebt jetzt still. Sie tauchten nun in das ein schwarzes Loch ein und der Aufbruch zum Kern begann.

Das neue Reich
Bearbeiten

Sie schossen aus dem schwarzen Loch hinaus, und fanden sich an einer großen Sternenhäufung wieder, dem Anfang des Kernes. Schiffe des Grox-Reiches erwarteten sie bereits. Keif öffnete die Funkübertragung, und ein Grox erschien.

„Wir misstrauen Fremden! Zieht euch zurück, wenn ihr kein Krieg mit dem mächtigem Grox-Reich wünscht!“ „Hey, Kleiner. Ihr wisst ganz genau, dass ihr nur diesen Eingang zum Kern bewacht. Euer Reich ist zerstört worden.“ „Ein Versuch war`s Wert.“ sagte der Grox und guckte nicht mehr böse. „Ihr könnt passieren.“

Vor langer Zeit, als zum ersten mal in den Weltraum aufgebrochen wurde, hatten die Grox fast den gesamten Kern beherrscht, und Steve war darin eingeschlossen. Doch seltsame, Adlerähnliche Schiffe hatten fast alle Grox ausgelöscht, und nur noch dieser kleine Teil war übrig geblieben, der versuchte, den Eingang zum Kern zu bewachen, was ihnen natürlich nicht gelang. Anders konnte man nicht in den Kern, da die Sterne woanders zu dicht beieinander lagen. Jetzt surrten Keif und Shavla mit ihrem erbeuteten Schiff im Kern.

„Mal sehen, ob wir gleich zu Kollewapp-Keksen verarbeitet werden oder noch ein wenig weiterleben dürfen.“ sagte Keif. Es knisterte in der Funkanlage, und eine Aufnahme einer Adler-Ähnlichen Kreatur erschien auf dem Bildschirm.

„Das Kraff-Reich fordert euch auf, euch auszuweisen. Name, Art und Planeten bitte.“ „Ähm...Ich bin Keif, früherer Commander der Glubut-Truppen, von Psylakkia. Bei mir befindet sich Shavla, eine Kaßas von Uragu und wir transportieren ein Kylakk-Drachen, den wir allerdings nicht verkaufen oder essen wollen.“ „Aha. Schmuggelt ihr irgendwelche Waren oder illegale Waffen?“ „Nein.“ „Dann landet bitte auf Delta 4 im Trant-System. Wir werden dort euer Schiff untersuchen und euch ein Hotel anbieten, wo ihr euch solange aufhalten dürft. Kraff-Reich Ende.“

Nun begann Keif mit der Suche nach dem Trant-System. In Kürze hatte er es gefunden und flog nun einige Parsec weit in das System. Es bestand nur aus einem Planeten, jedoch hatte dieser Planet gleich fünf Monde. Er begann mit dem Landeanflug. Die Füße des Kritaky-Raumschiffes setzten elegant auf der darunter liegenden Plattform ab. Mit einem zischen des entweichenden Gases öffnete sich die Landeluke. Keif öffnete Shavlas Sicherheitshandschellen, holte den Kylakk aus dem Käfig und trat auf den unbekannten Planeten. Die Luft roch ein wenig nach Motoröl, und es war dämmerig. Sie warteten eine Weile, dann sahen sie drei der Adler auf sie zukommen, zwei bewaffnet, der in der Mitte nicht.

„Sei gegrüßt, tapferer Glubut-Krieger. Ich habe vor eurem Eintreffen noch rasch eure Daten kontrolliert. Es ist echt schrecklich, was auf Psylakkia geschehen ist.“ sagte der Mittlere.
„Es ist etwas schlimmes Geschehen?“ fragte Keif verdutzt.
„Du weißt es nicht? Hm. Mir scheint es, als seiet ihr gestrandete Raumfahrer. Kommt erst einmal mit in meine Wohnung, dort gibt es heißen Kakao und ich kann euch alles in Ruhe erzählen. Für den Kylakk steht draußen eine Schüssel Fleisch, die kann er fressen. Kommt jetzt bitte.“

Ohne noch einmal zu fragen folgten sie ihm. Vor seinem Haus stand bereits die angekündigte Schüssel Fleisch, und drinnen wartete auch der Kakao. Ihr Gastgeber stellte sich zuerst als Dekull vor, und fing dann an zu erzählen.

„Die Schlacht ist übel ausgegangen. Die meisten Glubut wurden durch die Kritaky versklavt oder getötet. Das letzte was geschah ist, das sie einen Planetenklatscher auf deinen Planeten abgeschossen haben.“
„Was!? Ist er jetzt...weg?!“ quietschte keif entsetzt.
„Nein, nein. Er ist noch da. Jedoch viel sein Terrascore bis in den Nullbereich. Sämtliches Leben ist zerstört. Die Atmosphäre ist fast futsch und langsam bilden sich Lavaseen.“
Keifs Augen wurden feucht. Alle tot oder versklavt? Das durfte doch nicht sein.
Dann fragte er: „Und warum kontrolliert ihr den Kern? Wie habt ihr die Grox verjagt? Bitte lasst mich auch das erfahren!“
Ein wenig überrascht von dem Themawechsel, guckte ihn Dekull erst kurz irritier an, fing dann aber trotzdem an zu erzählen.

Eroberung
Bearbeiten

„Zu der Zeit, als die ersten Raumfahrer ins All vorstoßen, beherrschten die Grox den gesamten Kern. Da wir eine der frühesten Kreaturen waren, bauten wir viele Schiffe, um die Grox zu verjagen. Mit einer sehr großen Flotte zogen wir los in Richtung Kern. Die Reise dauerte sehr lange, und wir verloren an ein paar Leuten, die ein Kolonie-Unfassbar-Paket nahmen um sich auf einem Planeten abzusetzen, da sie kein zu Essen mehr hatten. Aber wir hatten noch rund 750 Schiffe übrig.

Am Kern angekommen, merkten wir, das uns scheinbar Kreaturen zuvor gekommen sind. Denn man sah bereits Raumschlachten überall, wo die Sonnen dicht lagen. Unsere Leute erfuhren, dass es sich um so genannte Reykrann handelte. Diese Viecher waren braun mit schwarzen Streifen, waren Stachelbesetzt, hatten weiße Augen und den Mund, der uns auch bekannt ist als „Korroknirscher“. Sie erwiesen sich jedoch als freundlich und versprachen uns, das wenn wir über die Grox siegen würden, wir uns das Reich teilen könnten.

Dann hatten wir es nach 154 Jahren endlich geschafft, die Grox zu vernichten. Nur ein paar, die Kapitulierten, ließen wir am Leben. Deren Nachkommen „bewachen“ nun den einzigen Zugang zum Kern.

Weitere 50 Jahre vergingen damit, dass wir und die Reykrann begannen, die vielen T-0 Planeten zu terraformen, um dort zu leben. Ehemalige Schrottwelten der Grox wurden nun zu T-3 Paradiesen. Schöne Städte entstanden, ebenso wie neue Tier- und Pflanzenarten. Alles schien perfekt zu sein.

Doch wie es immer kommt, endete es damit nicht. Ein mächtiger Reykrann wurde zum neuen Anführer gewählt. Durch einen Fluch wurden alle der seinen Kreatur in böse Wesen verwandelt. Sie bekamen glutrote Augen und ihre Farbe ward dunkler. Der „Leitschatten“ kontrollierte nun alles.

Dann kam es zum Krieg. Die nun böse gewordenen Reykrann wollten die Macht des Zentrums der Galaxie für sich Alleine beanspruchen, und wir waren dagegen. Die entscheidene Schlacht fand auf Z-Null, unserem ehemaligen Hauptplaneten, statt. Wir gewannen jedoch und die anderen zogen sich zurück. Z-Null blieb ein Ruinenplanet.

Wir verschwiegen alle von unserer Existenz, damit wir nicht wieder kämpfen mussten. Die wenigen Kampfschiffe, die kamen, um uns anzugreifen, wurden in Stücke geschossen. Doch nun breiten sich die Reykrann wieder aus. Sie zerfressen langsam alles von innen heraus, wo wir sie hin zurückgetrieben haben. Z-Null zum Beispiel ist bald ihr Planet.“

„Wow.“ sagte Keif, „Ihr wisst echt viel über eure Geschichte. Über meine eigene Spezies weiß ich nur recht wenig. Aber ich habe noch eine frage: Kontrollieren die „Reykrann“, oder wie sie heißen, jetzt den ganzen inneren Kern?“

„Nein.“ antwortete Dekull, „Nicht den ganzen. An der Mitte dieser Galaxie, der absuloten Mitte, gibt es ein Sonnensystem, das nicht erobert ist. Man schätzt, das es dort in etwa 10 Planeten gibt. Jedes eintretene Raumschiff explodiert sofort.“

„Hmm, seltsam. Was sollen wir jetzt tun?“ fragte Shavla.

„Es wäre uns hilfreich, sogar sehr nützlich, wenn ihr uns helfen könntet, den Leitschatten zu töten. Das ist alles, was ihr machen könnt.“

Nach einer kurzen Diskussion entschieden sich beide, die Aufgabe anzunehmen.

Aufbruch
Bearbeiten

Keif und Shavla bekamen von den Kraff ein neues Schiff, indem sie das Kritaky-Kampfschiff dagegen eintauschten. Es war weiß, hatte allerdings auch grüne Teile. Zudem war es wendig, schnell und hatte gute Schilde, jedoch war die Feuerkraft nicht so stark. Shavla gab den Schiff den Namen Gnonker. In Begleitung einiger Kraff-Krieger starteten sie das Schiff und hoben ab. Sie verließen das System, und sprangen in den Hyperraum.

Nach einer halben Stunde kamen sie wieder heraus. Und sofort verschwanden sie wieder...

„Was war das denn!?“ fragte Keif verdutzt. Ein Kraff, der hinter ihm stand antwortete ihm: „Die Sonnen liegen hier zu dicht aneinander, das müsstest du aber eigentlich wissen. So müssen wir manchmal Zwischenstopps einlegen. Wenn wir das nächste mal aus dem Hyperraum herauskommen, sind wir aber dann da.“

An einem anderen Ort der Galaxis.

Müde ließ sich Tadakk in sein Bett fallen. Es war einfach zu viel heute passiert. Die Tilira flog sanft durch ein schwarzes Loch. „Wir brauchen unbedingt einen Hyperantrieb. Jetzt können wir einfach nicht sicher sein, wo wir ankommen.“ dachte er. Im Bett über ihm hatte sich Mirrks hingelegt und schnarchte. Zarast schlief schon tief und fest auf der Gegenüberliegenen Seite im oberen Bett, während sich Bogto, das Wonzius, in das untere Bett quetschte. Die Decke war ihm viel zu klein und das Bett auch. Pech, wann man so groß ist, dachte Tadakk.

Er stand auf. Er konnte nicht einschlafen. Und das auch vor Allem nicht, weil Mirrks schnarchte. Nun schlurfte er immer noch müde zur Brücke, wo Vilae immer noch wach in ihrem Sessel saß. Sie hatten ihren Computer an und spielte irgendwas. Tadakk beschloss, sie zu fragen, was sie spielte.

„Hi, Tadakk.“ sagte Vilae. „Hallo. Wohin gets?“ „Ins Turomm-System. Ein bisschen einkaufen, Hyperantrieb und so.“ „Ahja. Und was spielst du da?“ „Das Spiel dort? Kleiner Zeitvertreib. Es heißt „SPORE“.“ „Toll. Was macht man da?“ „Die Evolution in etwa nachspielen. Ist ganz lustig, da kann man sogar seine eigene Kreatur erschaffen. Sogar mit ein paar Teilen, über die wir selbst verfügen!“ „Klingt öde.“

Tadakk sah ihr ein wenig beim spielen zu. Das Spiel war allerdings irgendwie langweilig, und nach kurzer Zeit schlief er ein.

Er erwachte erst dann wieder, als ein heftiges Rütteln ihn von seinem Sitz schüttelte und er auf den Boden fiel. Er rieb sich die wunde Stelle, rappelte sich auf und sah Vilae fragend an.

„Scheint der falsche Planet zu sein! Wir steuern gerade auf einen Sumpfplaneten zu!“ antwortete sie. Nun kamen auch die anderen, die wachgerüttelt wurden, zur Brücke. Zarast trug noch immer seinen Verband am Arm. Das Schiff wurde noch einmal kräftig gerüttelt, blieb ruhig, und traf nun auf halbfesten Boden auf. Alle stiegen aus und betrachteten den Unfall. Die Tilira steckte im Boden fest. Dort, wo sie den Boden aufgerissen hatte, blubberte der Sumpf heraus. Doch der Boden blieb stabil und das Schiff sank nicht tiefer ein.

Epilog
Bearbeiten

Sie kamen aus dem Hyperraum, und wurden sogleich von Reykrann angegriffen.

„Notfall, Notfall!“ brüllte ein Kraff in sein Funkgerät. Die Gnonker wich wendig den Laserstrahlen der Gegner aus. Ziel war es, unversehrt auf dem Planeten zu landen, wo sich der Leitschatten verbarg. Sie tauchten in das Sonnensystem ein und flogen auf ihn zu. Doch kurz vor dem Ziel wurde eine Düse getroffen, und sie trudelten in einen Wald ab. Keif, Shavla und der Kylakk, den sie nun Orton nannten, konnten entkommen, aber kein Kraff überlebte. Sie ließen das Schiff verbogen, versenkt und verbeult liegen und suchten einen Weg aus dem Wald.

Natürlich fanden sie keinen. Sie kehrten wieder zum Wrack zurück. „Wir brauchen Nahrung. Du kannst ja einfach so irgendwelche Beeren essen. Ich bin aber Fleischfresser. Ich brauche Fleisch. Wir müssen, leider, die toten Kraff als Köder benutzen.“ meinte Keif. Shavla ekelte sich an. Einfach tote Freunde als Köder benutzen, das fand sie widerlich. Als aber das Glubut entgegnete, das es noch widerlicher sei, stinkende Leichen herumliegen zu sehen, ließ sie ihn. Keif nahm ihnen die Rüstung ab und hängte sie an einen Baum. Nach zwei Stunden dann kamen wilde Tiere...

Ende des dritten Teils. Fortsetzung