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Ich und Berwak, ein Praer, befanden uns an Bord der Urag Attack. Wir setzten gerade auf einem Planeten namens Auron auf. Wir stiegen aus. Dort begegneten wir dem scheinbaren Anführer der Bewohner, dessen Spezies wir nicht kannten.

„Seid gegrüßt!“, sagte er, „Was wollt ihr hier auf diesem wunderschönen Planeten?“

„Wir möchten bloß ein bisschen handeln. Habt ihr interresse an blauem Gewürz? Und: Können wir bei euch auftanken?“ fragte ich.

„Aber natürlich! Ihr seid auch herzlich Willkommen im Rakkaly-Reich!“

Und so tankten wir auf und verkauften das blaue Gewürz. Am Abend kehrten wir wieder auf das Schiff zurück und legten uns schlafen. Doch als ich am nächsten Tag aufwachte, lag ich in einem Trümmerhaufen. Ich stand auf um mich umzusehen. Scheinbar hatte jemand unser Schiff mit einem Laser vollkommen zerstört. Nun kramte ich in den Trümmern, um Berwak zu suchen. Er lag zwischen den Trümmern, wo früher seine Schlafkoje gewesen war. Ich zerrte ihn heraus, und zum Glück war er noch am Leben. Allerdings wachte er erst nach einer halben Stunde auf, da er noch bewusstlos war. Nun zogen wir los zur nächsten Stadt. Als man uns dort so dreckig und geschunden sah, lieferte man uns sofort zum nächsten Krankenhaus damit wir versorgt werden.

Nach einer Woche Krankenhaus wollte ich wissen, wer uns angegriffen hat. Ich schlich mich eines Nachts aus der Stadt heraus, lies aber Berwak zurück. Am Wrack des Schiffes angekommen, sah ich eindeutige Fußabdrücke und kleine Blutstropfen, die mich nach der Verfolgung zu einer abgeschiedenen Höhle führten. Ich nahm meine Lampe hervor und leuchtete ins Dunkel. Dort sah ich einen bewusstlosen Kritaky, wie sich später zeigte, der blutig auf einem Stein lag. Ich näherte mich ihm. Er wachte so plötzlich auf, das ich einen Schreck bekam, auf etwas glitschigem Ausrutschte und auf den Boden fiel.

Nun grinste der Kritaky böse und wischte sich das Blut weg, als wäre es Wasser. Das war es auch, es war zur Falle nur eingefärbt. Nun zog er einen Blaster und richtete ihn auf mich. Langsam nahm ich die Hände hoch und sah ihn an. Doch urplötzlich wurde die Höhle hell erleuchtet. Ich hielt mir zuerst die Augen zu, bis ich mich an das helle Licht gewöhnt hatte. Drei Rakkaly-Soldaten und Berwak standen mit Gewehren bewaffnet da, und zielten auf den Drachen. Ein Krieger drückte ab, ein Lichtblitz zuckte durch die Luft und der Kritaky fiel tot um. „Rache...“ röchelte er noch, bevor er endgültig starb. Einer der Rakkaly kam auf mich zu, als er mein erschrecktes Gesicht bemerkte, und sprach: „Hey, alles ist gut. Wir haben ein neues Schiff für euch, mit Hyperantrieb. Geben wir euch Gratis, wegen den Vorfällen hier.“

Mit dem neuen Schiff, der Fytika Rise, flogen wir nun vom Planeten. Und das war dann der erste Zeitpunkt, als ich die Rache des Kritaky-Reiches zu sehen und zu spüren bekam. Eine große Flotte hatte vor dem Planeten eine Blockade errichtet. Ein Traktorstrahl hatte mein Schiff erfasst und sog uns nun mit viel Rüttelei in das Hauptschiff. „Schnell!“, rief Berwak, „Ins Schmugglerversteck! Dort können sie und nicht finden!“

Das Schmugglerversteck war extra in die neuen Schiffe eingebaut worden, um den Drachen zu entkommen. In diesem Schiff konnte man das Steuerpult hochklappen, dort eine Leiter hinunterklettern und sich in einem kleinen Raum einschliessen. Dort hatte man einen eingebauten Computer für die Außenkamera, eine kleine Lebensmittelration für drei Wochen und einen internen Hologrammspäher. Ich saß nun mit Berwak in dieser engen Kabine, und hoffte, nicht entdeckt zu werden. Oben auf der Brücke hörte man Schritte und Stimmen, man konnte aber nicht verstehen was sie sagten. Nach einer halben Stunde verließen sie das Schiff und alles wurde ruhig. Ich aktivierte den Hologrammspäher.

Das Schlachtschiff war von innen grau. Jedoch war alles sehr blank poliert, und mein Hologramm reflektierte auf dem Boden. Nun ging ich los zum Fahrstuhl und stieg ein. Ich drückte auf den Knopf, auf dem „Brücke“ stand und ließ mich Hochfahren. Oben angekommen, versteckte ich mich hinter einem Gerätetisch und lauschte den Gesprächen. Der Captain, der sich als „Captain Naws“ bezeichnete, redete wütend auf einen Offizier ein: „Verdammt noch mal! Feuert endlich den Planetenklatscher! Sie haben einen von uns umgebracht, sollen sie das nochmal tun?! Wir sind jetzt im Krieg mit dem Rakkaly-Reich!“ „Jawohl, Sir, wir führen ihren Befehl selbstverständlich aus.“ antwortete der Offizier. Er ging weg. Ich deaktivierte den Hologrammspäher.

„Ich hab mitgehört.“ sagte Berwak. „Wir können jetzt nur noch mit ansehen, wie Auron zerstört wird!“ Nun herrschte einige Zeit Stille. Doch nach ein paar Minuten vibrierte das Schiff leicht, und die rote Kugel raste aus dem Kanonenrohr. Er schlug ein. Aus dem Planeten strömte nun Lava und verschlang alle Landmassen und Städte. Alle Lebewesen waren nun tot. Dann explodierte die Lavakugel und ließ nur noch Gesteinsbrocken im All übrig. Tränen liefen mir übers Gesicht. Alle unsere Bekanntschaften, tot.

Drei Wochen später.

Unser letzter Rationsriegel war nun aufgebraucht. Unsere Mägen knurrten.

„Wir sitzen hier jetzt schon drei verdammte Wochen drin. Ich kann meine Beine nicht mehr bewegen und werde langsam dick. Und du, Shavla, platzt bald aus deinem Kleid.“ beschwerte sich Berwak. Das war natürlich übertrieben, das wusste er. Ich hatte mich zu wenig bewegt, deshalb wurde ich ein wenig dicker. „Mann, ich brauche was zu essen! Lassen wir uns doch einfach gefangen nehmen und dann bekommen wir was, oder?“ „Klar,“ sagte ich, „Die werden uns bestimmt immer ein saftiges Frühstück, ein tolles Mittagsmenü und ein super Ausgestattetes Abendmahl bringen. Du spinnst wohl.“

Aber meine Meinung musste ich bald ändern. Der Hunger brachte uns beide fast um. So entschlossen wir uns, uns den Kritaky zu stellen. Wir kletterten aus dem Steuerpult und schlurften müde aus der Fytika Rise. Was dann passierte, bekam ich kaum mit, da mich mein Hunger so sehr quälte. Soldaten kamen, zerrten mich und Berwak mit zur Brücke. Naws packte den Praer, schrie ihn wütend an und schmiss ihn aus der Luftschleuse, was ihn natürlich sofort umbrachte. Ich konnte nicht einmal „Tschüss“ zu ihm sagen. Nun sprang ich auf Naws los und packte ihn an der Kehle. Sicherheitspersonal trennte uns, und irgendwie kam ich dann in diesen Käfig mit dem Kylakk drin. Man gab mir einen Riegel mit irgendwas, und für die nächsten Wochen war der Kylakk der einzige, den ich hatte. Bis du kamst, und mich rausgeholt hattest.