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Die versunkene Armee

Die versunkene Armee ist ein Abschnitt von Das Unerzählte und ein Teil von Dragon's Menace. Es wurde hier hingeschrieben, damit die Hauptseite von "Das Unerzählte" nicht zu lang wird. Es wurde aus der Sicht Malekhias geschrieben.

Der RoboterBearbeiten

Ich lief den dunklen, nur schwach beleuchteten Gang entlang. Meine Schritte hallten von den Wänden wieder. Mit zusammengekniffenen Augen untersuchte ich kurz die Schilder an den Türen. Dann endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, gelang ich zu der richtigen. Sie trug die Aufschrift "Raum 538; Zutritt nur für Personal". Ich rüttelte an der Tür; sie war wie vermutet geschlossen. Also kniete ich mich hin, zog meinen versteckten Dolch aus dem Stiefel und bohrte damit unter den Türknauf. Mit ein wenig rütteln brach der Knauf ab. Nun stach ich noch einmal in das nun offene Loch, woraufhin auf der anderen Seite ebenfalls ein Knauf abfiel. Danach war es ein leichtes, das Schloss aufzubrechen. Mit einem Ruck riss ich die Tür auf. Dieser Raum, der seltsamerweise auch mitten in der Nacht mit Licht versorgt war, war fast komplett leer. Nur eine Kiste aus Holz stand darin. Vorsichtig, nun wieder bedächtig, bloß keinen Laut von sich zu geben, schlich ich dorthin. Mit ein paar Stichen meines Dolches Zerstörte ich das Schloss des Deckels. Behutsam nahm ich ihn ab.
Das Metall des Roboters wurde von Licht angestrahlt, was mich sofort blendete. Mit der Hand vor dem Lichtstrahl, damit er mich nicht blendete, hob ich den metallenen Körper aus der Kiste und Stellte ihn ab. Nun sah ich mich nach einem Aktivierungs-Schalter um, fand aber keinen. Ich dachte mir, dass er wahrscheinlich manuell mit einer Fernbedienung angeschaltet werden kann, und sah nun auf dem einzigen anderen Gegenstand im Raum, einen Schreibtisch, nach. Ich wurde dort auch schnell fündig, als ich in einer Schublade nachsah. Nun betätigte ich einen Knopf, was wohl einer meiner größten Fehler war: Die Maschine sprang auf, sah sich kurz um, entdeckte mich und schoss Impulse nach mir. Überrascht davon konnte ich nichts tun, und kurz nach dem Eintreffen der Strahlen knallte ich hart auf den Boden. Die Energie des Impulses durchfuhr noch meinen ganzen Körper. Halb benommen konnte ich Alarmsirenen hören. Dann war alles Still. Mir wurde schwarz vor Augen.
Als ich wieder erwachte, saß ich mit Handschellen gefesselt in einem Gefängnis.

RennenBearbeiten

Immernoch leicht benommen blickte ich mich um. Der Raum war komplett weiß verkachelt, und wieder blendete mich das Licht, dass sich auf diesen Fliesen reflektierte. Es gab eine massive Eisentür, die allerdings weder einen Knauf noch eine klinke aufwies. Wahrscheinlich war sie mit einem elektrischen Bedienfeld von der anderen Seite gesichert. Neben der Tür war ein Fenster, von dem aus auf die Gefangenen geblickt werden konnte. Doch zurzeit befand sich niemand dort, und dass war wohlmöglich meine einzige Chance.
Da meine Hände mit den Handschellen zusammengehalten wurden, musste ich mit beiden an meinen Stiefel greifen, um den Dolch herauszuholen. Ich hielt ihn an die Kette, die meine Hände verband, und drückte den Knopf an der Unterseite. Nach nur kurzer Zeit fing er an zu glühen und zu dampfen. Aufgrund der entstandenen Hitze schmolz er die Kette auseinander, und ich konnte mich wieder frei bewegen. Nun stand ich auf, und bewegte mich auf das Fenster zu.
Doch eine kurze Probe der Bestandsfähigkeit des Fensters musste mich enttäuschen: Es handelte sich um Plexiglas, und ließ sich nicht so einfach zerschlagen. Auch meine Versuche, mich mit dem Dolch durchzubrennen, scheiterten. Also musste ich mich neben die Tür kauern, und warten, bis jemand hereinkam. Denn das würde mit Sicherheit geschehen, da man mir Essen und Trinken bringen würde.
Es waren sicherlich schon über drei Standartstunden vergangen, als ich das Klickern einer Tastatur auf der anderen Seite hörte. Es piepte kurz, und mit einem weiteren Klicken öffnete sich die Tür. Ein männliches, blaues Wesen, dass ebenfalls leichte rote Musterung aufwies, trat ein. Es hatte einen sehr aufrechten gang, und hielt sehr kontrolliert ein Tablett mit altem Brot und einem komischen Getränk auf den fünffingrigen Händen. Die Ohren, leicht spitz, standen seitlich vom Kopf ab. Ich hatte keine Zweifel, dass es sich um die Spezies der Rafra handelte.
Allerdings zögerte ich nicht. Meinen Dolch fest gepackt, sprang ich hoch und rammte es der Kreatur in den Hals, während ich mit der anderen ihren Mund zuhielt. Die Augen weit aufgerissen, versuchte er zu schreien, was ich ja verhinderte. Doch dann rollten seine Augen nach oben und er fiel seitlich um, während ich kurz vorher absprang.
Ich versuchte, ihn abzufangen, damit er kein lautes Geräusch beim Aufprall verursachte, doch er war einfach zu schwer. Da ich als Kaßas rund zwei Köpfe kleiner war als er wurde ich unter ihm begraben.
Ich hievte ihn mit all meiner Kraft von mir herunter. erschöpft von der Anstrengung bleib ich kurz liegen und Atmete durch. Doch mir blieb nicht viel Zeit, bevor mein Handeln bemerkt wurde. Schnell durchsuchte ich die Ausrüstungen des Kriegers, und fand eine Energiekralle und eine Codekarte. Auf letzterer waren Passwörter gesichert, das wusste ich. Doch nun musste ich rennen.
Mit der Kralle, die ich mir um die Hand gebunden habe, und der Codekarte sicher versteckt, sprang ich aus dem Raum. Kurz blieb ich stehen. Der Gang war in einem dunklen Grauton gehalten, und meine Augen mussten sich von der Helligkeit des Gefängnisses umgewöhnen. Kurz danach lief ich weiter den Gang entlang.
Aber wie es kommen musste, hörte ich bald das Trampeln metallischer Stiefel auf dem Gang. Schnell blickte ich mich um, sah jedoch nichts außer den glatten Gängen des Flures. Ich ging vorsichtig ein Stückchen weiter, und musste stutzen: Unter mir klang der Boden seltsam hohl. Ich ging wieder vor- und zurück, und hörte es noch einmal. Ich kniete nieder und untersuchte die Stelle.
Der Boden war aus Platten zusammengelegt, und bei dieser befand sich ein kleiner Hohlraum, nur so breit, dass ein Fingernagel in die Lücke passte. Ich tat so, und konnte die Platte tatsächlich anheben. Und erst jetzt bemerkte ich, dass die Leute in den metallenen Stiefeln nurnoch wenige Schritte entfernt sein konnten, da es bereits laut durch den Gang hallte. Ich blickte kurz nach unten, und sprang hinab.
Der Fall endete sogleich. ich stand aufrecht und guckte mit dem Kopf aus dem Loch heraus. Schnell duckte ich mich und zog die Platte in die offene Lücke. Kurz nachdem sie schloss, trampelte eine ganze Gruppe Soldaten Über mein Versteck. Doch zum Glück bemerkte mich niemand.

FluchtBearbeiten

Nachdem die Schritte der Soldaten verstummt waren, sah ich mich erst einmal in der winzigen Kammer um, in der ich mich versteckt hielt. Hier und da blinkten kleine Lämpchen, und überall waren Kabel zu sehen. Mein Blick blieb an einer kleinen Konsole hängen, auf deren winziger Bildschirm ein paar Zahlen zu lesen waren, die mich jedoch nicht weiter interessierten. Ansonsten gab es nichts weiter zu sehen, nur Vorhänge aus Kabeln aller Art.
Ich konnte unmöglich wieder hinaufklettern und den Gang weiter entlanggehen. Es gab nirgends eine Tür oder eine anderen Möglichkeit, sich zu verstecken. Und Wachen würden sicherlich in der Nähe sein. Doch wie konnte ich hier wegkommen? Es war stockdunkel, und eine Lampe hatte ich nicht dabei. Ich probierte, eine der kleinen Lämpchen aus den Kontrolleinheiten herauszunehmen, doch diese erloschen sofort. Wie konnte ich nur so dumm sein, und denken, sie würden ohne Stromquelle funktionieren? Ganz nebenbei hatte ich meinen Dolch in die Hand genommen und spielte mit ihm herum. Durch Zufall drückte ich den Knopf an der Unterseite; dies sollte mein Ausweg werden. Die Klinge fing leicht an, zu glühen, und spendete genug Licht, um sehen zu können. Und so musste ich mir meinen Weg durch die Kabel suchen.
Ich kroch immer tiefer in die Dunkelheit, und schnitt hin und wieder ein Kabel durch, dass mich am Weiterkommen hinderte. Anscheinend war diese Kammer extra gebaut worden, damit Techniker hier arbeiten konnten. Zwar fragte ich mich, was das für Techniker sein sollten, die hier kriechend ihre Arbeit erledigten, aber andererseits war das jetzt auch gleichgültig.
Irgendwann tauchte plötzlich eine Wand vor mir auf. Eine einzige Steuerkonsole befand sich an ihr. Doch ein Weiterkommen war unmöglich. Ich sah mir den Bildschirm genauer an. Auf ihm waren kurze Textbefehle in der Schrift der Rafra, welche ich jedoch lesen konnte. Es waren nur kurze Befehle, mit welchen sich anscheinend die Heizkörper einstellen lassen konnten. Ein Grinsen legte sich auf mein Gesicht, und ich tippte ein paar Tasten, und schaltete alles ab, was ich nur konnte. Ein bisschen Sabotage bei dieser verhassten Firma konnte ja nicht schaden. Doch nun blieb immer noch die Frage offen, wie ich hier herauskommen sollte, denn nirgends offenbarte sich mir ein Fluchtweg. Vor mir war die Wand, an den Seiten ebenfalls Wände, die vor lauter Kabeln fast nicht mehr zu sehen waren. Und hinter mir lag nur der Weg, auf dem ich hergekommen war.
Ich kniete noch kurze Zeit und dachte nach, als mich plötzlich ein metallenes Geräusch aufschrecken ließ. Ich hatte die sonst nützliche Angewohnheit, aufzuspringen und mit meinem Dolch auf die ankommende Person zu richten, doch nun stieß ich mir in dem niedrigen Gang den Kopf und sackte leicht benommen zusammen. Das Geräusch, welches sich Merkwürdigerweise wie ein schweres Stampfen auf dem Metall anhörte, kam immer näher. Ich fühlte mich irgendwie in die Lage von vorhin zurückgesetzt. Nur gab es diesmal keine lockere Bodenplatte, die mich rettete. Dann tauchte das Ding, was das Geräusch verursachte, vor mir auf: Es hatte einen mit metallplatten besetzten Körper, wovon vier Maschinenbeine ausgingen. Der Kopf war rund, und es waren zwei kleine Lampen am unteren Ende von jenem angebaut. Auf seinem Rücken war ein mittelgroßes Geschütz befestigt. Ich hatte den Roboter aus der Kiste zwar nur kurz erblicken können, aber sein Aussehen traf genau auf den Roboter zu, den ich vor mir hatte. KR-13+ stand auf einem kleinen Schild, der an seinem Körper geschweißt war. Dies war die Ware, die ich hatte stehlen wollen, und die mich gleichzeitig in diese Lage versetzt hatte. Aus seinem Sichtfenster lief ein schneller Scanstrahl über mich, es piepte in seinem inneren, und er ging näher an mich heran. Wieder blitzte sein Sichtschirm auf, nur diesmal erschien ein Hologramm zu meinen Füßen. Es handelte sich um ein sehr seltsam Aussehende Kreatur: Auf den ersten Blick sah es aus, als würde es liegen. Das gefährliche Maul eines Fleischfressers mit spitzen Zähnen versehen, und die Arme leicht nach vorne gestreckt, sah es nicht gerade freundlich aus. Gut, dies war eine passende Beschreibung alle möglichen Arten. Doch gerade der Rest des Körpers war interessant: Das Wesen besaß keine natürlichen Beine, und ab Armende sah alles aus wie der Aufbau einer übergroßen Zelle. Die Schwimmflossen waren noch vorhanden, und an manchen Stellen konnte man noch die Giftdrüsen erkennen. Es hatte außerdem kriechen müssen, wäre es nicht durch vier mechanische Beine gestützt worden. Für mich sah es aus, als wäre ein Teil der Kreatur in der Evolution stehengeblieben. Doch nun fing es an, zu sprechen:

 
Wer auch immer diese Nachricht hört, ich hoffe, das die Person bereit ist, einen
wichtigen Auftrag zu erfüllen. Mein Heimatplanet wurde von den sogenannten Glubut
unterworfen, da sie uns für eine zurückgebliebene und nicht intelligente Spezies
hielten. Obwohl sie nach kurzer Zeit unsere Städte entdeckten, hörten sie nicht
auf, Kolonien zu bauen und uns zu vertreiben. Nach kurzer Zeit fing ein Krieg mit
ihnen an, dem wir jedoch unterlagen, da sie über Raumschiffe verfügen. Eine letzte
Stadt steht noch, und sie ist gegen Luftangriffe geschützt, da sie in einer großen
Höhle liegt, die nur vom Meer aus zu erreichen ist. Doch die Glubut fangen an,
eine gigantische Flotte aufzubauen! Wenn ihr bereit seit, meine Aufgabe zur
Vernichtung dieser Flotte anzunehmen, fliegt zu dem Planeten Balen'ir 3, und fragt
dort nach Kreydur. Man wird euch Auskunft geben. Nachricht Ende.