FANDOM


Dies ist eine Story, die von Viro13 und Garrzo zusammen geschrieben wird. Da wir uns noch keinen Titel überlegt haben, schreiben wir sie zunächst hier.

Die Gruppen:
Gruppe 1: Leviathan, Essandra und Yezka
Gruppe 2: Keif, Malekhia und Naws


BILD KOMMT NOCH


Achtung: Diese Story kann Spoiler über die Geschichten Mein Schicksal und Dragon's Menace enthalten!

PrologBearbeiten

Einige Standardjahre nachdem die Destructaner die Galaxis verlassen haben, hat sich ein neuer Herrscher aufgeschwungen: Mithilfe der Raumschiffe der Destructaner haben der Clures Clyde und seien Untergebenen die Galaxis an sich gerissen. Doch es gibt einige Aufständische, darunter eine 3-Köpfige Gruppe wild durcheinander gemischter Spezii.
Doch es gibt auch woanders Probleme: In einem Paralleluniversum fliegt gerade eine andere Gruppe verschiedener Spezii um ihr Leben!

Auf der FluchtBearbeiten

Das Schiff raste auf das Wurmloch zu. Gefolgt von mehreren Jägern der Cryblak mussten sie endlich eintauchen.
Die Versey wich in komplizierten Manövern den Laserstrahlen aus. In dem Cockpit herrschte ebenfalls Unruhe.
Keif donnerte in dem Schiff vorwärts. Die Tasten, die weit entfernt lagen, waren mit seinen langen Fingern gut zu erreichen. Die Versey war ein Skirpanisches Schiff gewesen, bis es von der Gruppe geklaut wurde. Nun betätigte er mit aller Eile die Tasten mit den Waffen und riss das Steuerrad andauernd hin und her. Plötzlich ertönte ein Knall und erschütterte das Schiff. Er knallte mit dem Kopf gegen die Steuerung. Er schmeckte Blut, das langsam aus seinem Mund lief. Trotzdem durfte er nicht aufgeben. Sie mussten das Wurmloch, dass sie in den Kern führte, unbedingt erreichen.
Malekhia saß auf ihrem Stuhl, Kettenringe immer noch an ihren Händen und kaum richtig bekleidet. Außerdem hatte sie noch das angebrannte Zeichen auf der Schulter. Die frühereren Feinde, Naws und Keif, hatten sich zusammengetan, um sie aus den fängen der Cryblak zu befreien. Die Cryblak waren schon eine kleine Armee aus Scakk, die alle mit ihrem Symbol ausgestattet waren und irgendeinen Glauben verfolgten. Es wurde sogar gemunkelt, dass sie im Bündnis mit den Reykrann sind. Nun sah sie aus der großen Frontscheibe, konnte nichts tun, einfach nur abwarten. Und im Schiff war nichts zu hören, außer die gelegentlichen Einschläge von Laserstrahlen. Endlich, mit einem starken Rütteln, tauchten sie in die Singularität ein.

Die blauen Linien des Wurmloches zogen an dem Glas vorbei. Es zog sich entlang wie ein Tunnel. Doch nach einiger Zeit wurden Keif und Naws unruhig. Malekhia erfragte den Grund dafür:
"Was ist los? Stimmt etwas nicht?"
"Ja. Wir sind zu lange drin. Wir müssten längst wieder draußen sein, Wurmloch-Flüge brauchen eigentlich nicht lange." antwortete Naws.
Ohne, dass sie noch etwas erwiedern konnte, wurde das Schiff heftig durchgeschüttelt. Sie fiel fast von ihrem Stuhl. Und dann geschah das unglaubliche: In der Tunnelwand tat sich ein Loch auf, und sie rasten direkt darauf zu...

Als sie sich wieder erholt hatten, donnerte er mit der Faust auf den Tisch. "Verdammt!", brüllte er, "Wir sind bei einem T-3 Planeten angekommen! Und im Kern gibt es keine!"
"Lass mich mal sehen" sagte Keif und betätigte einige Knöpfe auf dem Steuerpult. Ein Scan wurde durchgeführt. Dann stand der Name und die Spezies auf dem kleinen Monitor:

Planet: Gigion
Führende Spezies: Clures

Verdutzt sahen sie es noch eine Zeit lang an.

EnttäuschungBearbeiten

Wütend trat Leviathan einen Stein weg, der auf dem sonst ziemlich sauberen Weg lag. Er verfolgte den eiernden Flug des Brockens. Als er auf den Boden auftraf, ließ er den Blick davon und dah nach seinen Begleiterinnen. Sie schienen ähnlich wütend zu sein, aber sie ließen es nicht raus.
"Nachdem wir Robere nicht gefunden haben, was machen wir jetzt?", fragte Yezka ihn.
Lev fragte sich immer noch, wie er auf die Idee gekommen ist, ausgerechnet eine Clures mit zu nehmen. Er schob den Gedanken erstmal beiseite, sie schien loyal zu sein und etwas gegen die anderen Clures zu haben.
"Wir müssen versuchen, ohne ihn aus zu kommen!", schlug Essandra vor, "Jede Sekunde, die wir mit Suchen verbringen, gewinnt Clyde, um sein Reich zu vergrößern!"
Leviathan nickte und war insgeheim von ihrer Entschlossenheit begeistert, immerhin war sie keine Kämpferin, sondern eine einfache Köchin gewesen.
Yezka stimmte zögerlich zu und fragte: "Ihr habt mir immer noch nicht gesagt, was wir vorhaben, wenn wir Clyde erreichen. Töten wir ihn, oder nehmen wir ihn in Haft?"
Leviathan zuckte die Schultern, was soviel hieß wie, darum kümmern wir uns später. Er ging einen kleinen Schritt zur Seite und trat erneut gegen den Stein, jedoch mehr zum Spaß als aus Wut. Er kullerte bis zu einem Punkt einige Meter neben der Straße.

"Zunächst einmal bräuchten wir ein Schiff, auf dem wir uns bei den Clures einschleichen können, also entweder ein ehemalig-destructanischer Invasionskrieger, oder ein einfacher Clures-Flieger, wie der Lincer.", erklärte Yezka.
"Und woher sollen wir so etwas kriegen?", schaltete sich nun Lev wieder ein, der insgeheim nach weiteren Steinen suchte, "Immerhin gibt es die Teile nur im Clures-Reich und das wahrscheinlich nicht gerade günstig!"
Yezka erinnerte ihn daran, dass sie eine Clures war und ohne Probleme in das Reich käme, um ein Schiff zu besorgen.
Essandra sah sie einen Moment lang misstrauisch an und fragte dann: "Und woher sollen wir wissen, dass du uns nicht betrügst und den Clures Bericht erstattest?"
Yezka lächelte sie einmal sprachlos an und meinte dann: "Ihr werdet mir vertrauen müssen!"
"Ich glaube dir!", erklärte Lev und versuchte in Essandras Gesicht zu lesen, wie sie darüber dachte, doch er hatte in letzter Zeit festgestellt, dass es ziemlich schwierig war, irgendwelche Gefühlsregungen aus ihren Zügen zu erkennen.
Scheinbar widerwillig folgte sie Levs Beispiel und stimmte dem Plan zu.

Sie beschlossen, dass Yezka zum nächstgelegen Planeten der Clures flog, eine Kolonie auf einem T-2-Planeten namens Gigion, und dort ein günstigen Clures-Flieger besorgte. Essandra und Lev sollten so lange hier auf Grieda warten, bis sie zurückkam.

AnkunftBearbeiten

Der Clures Offizier saß in seinem Büro, eine Tasse Kaffee in der Hand und durch das Fenster der Raumstation betrachtete er das All. Mit den Gedanken noch bei seiner nächsten Beförderung, und wieviel Geld er erhalten könne, lehnte er sich in seinem Stuhl zurück. "Eigentlich ist das einziemlich langweiliger Job," dachte er, "es gibt hier nichts zu tun. Es traut sich einfach keiner, unseren Heimatplaneten anzugreifen."
Plötzlich durchzog ein greller Lichtblitz das Zimmer, vor Schreck fiel der Clures von seinem Stuhl und verteilte den Kaffee auf den Steuerpult. Wütend stand er wieder auf, und ärgerte sich, dass er nicht mehr den technischen Bestrahler zur Verfügung hatte, um ein wenig mehr sehen zu können. Noch halb auf dem Boden drückte er den Knopf; vergebens, da er voll Kaffe war. Nun richtete er sich gänzlich auf und versuchte, das kommende Schiff so zu erkennen.
Ein künstliches Licht wäre nicht vonnöten gewesen. Ein gigantisches Wurmloch, so groß wie Paphalca's Mond, war sehr Nahe am Planeten aufgetaucht. Die blauen Energielinien zuckten, und es tat sich ein schwarzes Loch in der Mitte des Strudels auf. Zuerst brach nur eine Spitze des schwarz Lackierten Schiffes heraus, dann kamen die Frontkanonen, der Rumpf, dann die Antriebe und die hinteren Sicherheitsflügel. Das blaue Licht strahlte es so stark an, dass die Außenhülle stark glänzte. Der Clures rammte die Tür auf und lief hinaus in den Gang.
Mit seinem Schlüssel öffnete er eine schwere Tür, und mit lautem quietschen öffnete sie sich. schnell lief er hinein. Seltsamerweise war das Wurmloch verschwunden. Es war nur noch das dunkle Raumschiff zu sehen. Mit ein paar Tastendrückern schaltete er den Traktorstrahl ein. Das Schiff wehrte sich nicht. Langsam wurde es in den Hangar gezogen. Dan, mit einem "pffft", setzte es sich ruhig auf den Landebeinen ab. Jetzt ertönten Alarmsirenen, und Soldaten kamen aus allen Richtungen angerannt. Er zog ebenfalls seinen Blaster. Vorsichtig ging er zu der Einstiegsrampe, die sich eben ausgefahren hatte. Nun öffnete sich die Tür, und drei Wesen stiegen heraus.
Zuerst kam ein großer, grau-schwarzer Drache, der an einer Seite mit vielen Mechanischen Implantaten ausgestattet war. Zusätzlich sah man an ihm einige Brandwunden. Er machte ein sehr finsteres Aussehen.
Danach kam ein eher kleineres Wesen, ein blau-hellblaues, dessen Haut glänzte. Ein bisschen verwundert sah das Wesen den Clures an. Im Allgemeinen sah der zweite eher so wie ein ganz normaler Krieger aus, ohne irgendwelche Besonderheiten.
Zum Schluss stieg eine Kaßas die Rampe herunter; Ridor kannte die Spezies sehr gut aus vergangenen Tagen. Ihr Körper sah geschunden aus, als hätte sie viele Qualen durchstanden. Dazu fand er, wirkte sie wie gerade aus dem Gefängnis entlassen: An ihren Händen waren noch Kettenringe, und sie trug kaum richtige Kleidung. Dazu besaß sie keine Waffen. Was aber wahrscheinlich das größte Merkmal war, war ihre mechanische Hand. Ihre blauen Haare waren nach hinten zusammengehalten. Der Clures fand sie trotz alledem hübsch. Doch was jetzt kam, überraschte ihn weit mehr:
Sie erblickte ihn, rannte auf ihn zu und rief seinen Namen. "Ridor!"

Der BürokratBearbeiten

Yezka hasste Papierkram. Der Clures, mit dem sie gerade sprach, ein etwa älteres Musterexemplar eines Bürokraten, hatte einen langen grauen Bart, einen Zylinder und trug einfache Stoffkleidung mit dem Aufdruck "Gigion - Offizieller Raumschiffhandel". Yezka war viel herumgekommen und wusste, dass es keine Pflicht war, diese Uniformen zu tragen, nur die bürokratischsten Clures trugen diesen unbequemen Stoff währen der Arbeit.
"Wie war noch mal ihr Name?", fragte der Clures, der sich vor etwa einer Standardstunde als Sukor vorgestellt hatte, scheinbar zum zwanzigsten Mal.
Genervt rollte Yezka die Augen. "Yezka Nascann! Ich bin 32 Jahre alt, bin auf Paphalca geboren und lebe auf Grieda.", antwortete sie auf die Frage, die er gerade gestellt hatte und auf die, die er die letzte Stunde immer danach gestellt hatte.
"Nun, Miss Nascann, haben sie ihren Ausweis bei sich?", fragte der Clures mit langsamer, betonter Stimme.
Yezka griff in ihre Tasche und holte eine grün-graue Karte heraus. in der linken oberen Ecke befand sich ein Hologramm, das ihr Gesicht zeigte, auf der restlichen Karte waren alle möglichen Daten zu sehen.
"Hier steht, sie heißen Yezka Nazkann und sind vor 32 Jahren auf Paphalca geboren, leben jetzt allerdings auf Grieda. Ist das soweit korrekt?"
Genervt atmete Yezka einmal laut aus. "Ja, das ist richtig.", bestätigte sie die Angaben.
"Sie sind Reiseunternehmerin und ihre Eltern heißen Fisca Nascann und..." Er stockte, als er den Namen ihres Vaters las, "...Clyde Eynns? Ist das soweit richtig?"
Yezka nickte. "Wie lange wollen Sie mir noch sinnlose Fragen stellen? Kriege ich nun mein Raumschiff?"
"Sie versuchen einen Paphalcanischen Invasionskrieger zu erwerben. Das geht nicht so einfach, immerhin handelt es sich dabei um ein äußerst kampfbereites und tödliches Raumschiff. Aber ich habe eine Idee, wie wir den bürokratischen Aufwand umgehen können."
Yezka machte sich nach dieser Ansprache keine großen Hoffnungen, denn wenn ein Bürokrat sagte, er könne den Aufwand umgehen, dann ging dieser gerade erst richtig los. Sie tat so, als würde sie glauben, was er sagte und hörte ihm aufmerksam zu.
"Sie müssen diese Papiere ausfüllen. Währenddessen, werde ich versuchen, auf Paphalca anzurufen und durch ihren Vater eine Bestätigung dieser Daten zu erhalten."
Yezka sah ihn an, als wäre er verrückt. Langsam kam ihr der Gedanke, dass er das vielleicht auch war.
"Mein Vater ist der Anführer des größten intergalaktischen Reiches, dass es jemals gab! Er wird wohl kaum Zeit für so etwas haben."
Der Clures bedeutete ihr mit einer Handbewegung ruhig zu sein und das Dokument auszufüllen.

Während sie sich daran setzte, hörte sie, wie der Clures mit langsamer und bedächtiger Stimme jemanden begrüßte, den er am anderen Ende der Leitung hatte.
"Guten Tag, Captain. Ich würde gerne mit Mister Eynns sprechen...."
Yezka hatte das Dokument inzwischen ausgefüllt, mit den selben Daten, die sie ihm seit einer Stunde verklickern wollte. Kopfschüttelnd lauschte sie dem Gespräch.
"Wenn sie nicht befugt sind, dann geben sie mir ihren Vorgesetzten... Ist es immer noch Lieutenant Ridor?... Aha, inzwischen Offizier?... Es ist mir egal, ob er beschäftigt ist! Ich will mit ihm reden... Ja, ich warte."
Yezka reichte ihm das Dokument und flüsterte ihm zu: "Sie werden sowieso nicht zu Clyde durchkommen!"

ZusammentreffenBearbeiten

Ridor und ein paar andere führten die Neuankömmlinge ab. Sie würden erst freigelassen werden, wenn sie erklären können, wie sie hier aufgetaucht sind und sich bei Clyde Eynns ebenfalls erklärt haben. Er hatte Schwierigkeiten, den sehr großen Drachen abzuführen, da er nunmal kleiner war und so weniger autoritär wirkte. Trotzdem schlossen sie die drei in unterschiedliche Zellen ein. Ridor fragte sich nur, woher diese Kaßas seinen Namen kannte. Er hatte sie noch nie gesehen.
Mit traurigen Augen sah sie ihn an. er versuchte, ihren Blick nicht zu erwiedern, schaffte es aber nicht. Letztendlich schloss er die Zelle wieder auf, als er sich versichert hatte, dass die anderen Soldaten nicht mehr da waren. Nun kniete er sich leicht hin, und sah ihr direkt in die Augen.
"Warum bist du hier? Wer bist du? Und warum kennst du meinen Namen?" fragte er dann.
Doch bevor sie noch etwas erwidern konnte, unterbrach sie Ridor wieder: "Moment. Hier ist es zu unsicher. Gehen wir in mein neues Büro, Aber Achtung, es liegt noch Kaffee auf dem Boden."

Später saßen die beiden dann in dem warmen Zimmer. Die Kaßas hatte sich auf sein Bett gesetzt, Ridor saß in seinem Stuhl. Nun begann sie zu erzählen:
"Ich heiße Malekhia, und ich bin mit einem Kapitän des Kritaky-Reiches, Naws, der mit der technischen Hälfte, und einem Krieger des schon Untergegangenen Glubut-Reiches, Keif, vor einer finsteren Organistation geflohen. Ich wurde von eben diesen vor einiger zeit gefangen genommen und in diese Sachen gesteckt." Malekhia deutete auf ihre knappe Kleidung. "Die beiden, eigentlich Feinde, taten sich zusammen um mir zu helfen. Danach flohen wir, unser Ziel war ein schwarzes Loch, dass uns in den Kern bringen sollte. Doch aus irgendeinem Grund brachen wir durch diese Wurmloch-Tunnelwand und gelangten hierher. Doch kenne ich, weil du mir und dem Glubut geholfen hast, als wir in einem Wald abgestürzt sind."
Ridor legte seine Stirn in falten. Diese Kaßas schien aus einem sehr weit entfernten Ort zu kommen. Und ein abtrünniger Clures schien sich seines Namens angenommen zu haben und ihr geholfen zu haben. Noch in Gedanken, klopfte es an der Tür. Ridor stand auf, öffnete die Tür und ließ den wartenden Clures hinein. Ohne zu fragen redete er auf ihn ein:
"Es gibt einen wichtigen Anruf für Euch! Die Tochter des Anführers, Yezka Nascann, ist auf irgendeinem Kolonieplaneten, und der Offizier ist da, um die Daten zu überprüfen! Er möchte dich sprechen!"
Der Offizier nickte, deutete dann auf Malekhia und wies sie an, mit ihm zu kommen. Draußen wurde er zu einem Apparat geführt, an dem ein noch sehr altertümliches Telefon hing. Er griff nach dem Hörer. "Ja, hier ist Offizier Ridor."
"Ich habe von dem Fall gehört."
"Nein, Mr. Eynns ist nicht zu sprechen. Ich kann die Untersuchung selber durchführen."
"Ja, und meinetwegen komm ich auch gerne persönlich."
"Ich mach mich bereit. Bis gleich."
Er hängte den Hörer wieder ein, und wies dann die Kaßas an, ihm zu folgen. Sie stiegen in ein kleines, dunkelgrünes Schiff, das Malekhia nicht kannte, und flogen aus dem Hangar.
Die blaue Atmosphäre leuchtete schön, als sie mit dem Schiff in sie eindrangen. Nach einem kurzen Flug landeten sie auf einem gepflasterten Platz auf dem Planeten Gigion. Viele Clures waren an unterschiedlichen Schaltern, und unterschiedliche Arten standen Schlange. Sie wurde von Ridor zu einem geführt, an der eine sichtlich genervte Clures stand. Im Schalter saß ein älterer Herr. Malekhia betrachtete die Clures eine Weile. Dann lauschte sie dem folgenden Gespräch.

Immer größere ProblemeBearbeiten

"Nein, ich werde meinen Namen nicht wiederholen! Inzwischen haben Sie ihn oft genug gehört!", brüllte Yezka den Clures an, der sie schon wieder nach ihrem Namen fragen wollte.
"Ich verstehe ja, aber wir müssen ..."
"Halten Sie die Klappe! Warten wir einfach, bis dieser Offizier eintrifft, den Sie angerufen haben.
Plötzlich trat ein anderer Clures auf die beiden zu. Er war zwar nicht mehr der jüngste, aber bestimmt 40 Jahre jünger als dieser Sturkopf, auf den Yezka die ganze Zeit einredete. Sie schätzte ihn auf etwa das Alter ihres Vaters. Das heißt, auf das Alter, dass er jetzt ungefähr haben müsste. Sie hatte ihn ja nur einmal gesehen und da hatte er sie wütend verjagt.
Als sie daran dachte fühlte sie, dass sie wieder wütend wurde. gerade, als sie den Clures anschreien wollte, bemerkte sie, dass er in Begleitung einer anderen Spezies war. Äußerst ungewöhnlich für ein Clures.
"Ich bin Offizier Ridor. Ich gehe davon aus, dass Sie Yezka Nascann sind. Sie behaupten, Sie seien die Tochter von Mister Eynns?"
Yezka verdrehte die Augen. Noch so ein Bürokrat!
"Ja, das ist richtig!", erwiderte sie, "Dürfte ich erfahren, was Sie hier wollen? Und wer das ist?" Sie deutete auf Malekhia.
"Aber natürlich, Miss Nascann, wollen wir uns setzen?", er deutete auf ein Restaurant an der entgegengesetzten Seite des Platzes. Ohne zu antworten ging Yezka dorthin.
"Um Ihre Fragen zu beantworten: Ich wurde von meinem alten Freund Sukor hergerufen, da er befürchtet, sie würden die Verwandtschaft vortäuschen um ohne Befugnis an ein Kriegsschiff zu kommen. Und auf ihre zweite Frage: Das ist Malekhia, eine Kaßas und..." Er stockte. Wie sollte er sie vorstellen? Als Gefangene, oder Freundin? "ein Gast unseres Reiches."
Yezka zuckte gleichgültig mit den Schultern. "Wie soll ich die Verwandtschaft beweisen? Reicht mein Ausweis?"
"Leider nein. Wir müssen Sie mitnehmen und und zu ihrem Vater bringen. Er wird Sie identifizieren, wenn Sie die Wahrheit sagen."
Yezka sah Probleme auf sich zukommen. Clyde hatte sie bereits einmal verleugnet, er würde es bestimmt wieder tun.
Bevor sie sich zu Wort melden konnte, fragte die Kaßas etwas: "Wenn wir schon in einem Restaurant sitzen, könnten wir dann vielleicht auch etwas essen? Ich habe seit langem nichts vernünftiges bekommen?"

Yezka betrachtete das kleine Wesen einmal genauer. Sie war tatsächlich etwas mager, was man unter ihrer knappen Kleidung ziemlich gut erkennen konnte. Außerdem wirkte sie ziemlich verletzt. Malekhias Metallhand bemerkte sie nicht, da sie sie unter dem Tisch versteckte. Außerdem trug sie auf der Schulter ein weinrotes Brandzeichen in Form einer Art Säge, die von einem Schriftzug umgeben war, den sie nicht entziffern konnte, da es sich um eine ihr unbekannte Sprache handelte.

Der Clures bejahte ihre Frage und winkte den Kellner, einen unterdurchschnittlich kleinen Clures mit Schürze und Kochmütze heran, der sogleich ihre Bestellung aufnahm.

"Gibt es keine Möglichkeit, ein Treffen mit Clyde zu vermeiden? Wir sind nicht gut aufeinander zu sprechen.", fragte nun Yezka.
Ridor schüttelte den Kopf. "Tut mir Leid, aber anders kann ich Ihre Aussage nicht überprüfen."

AusbruchBearbeiten

Keif rüttelte an einem Gitterstab. Es war unmöglich ihn herauszubrechen, er saß bombenfest. Nun rammte er gegen das Gitter, ebenfalls ohne erfolg, nur dass seine Schulter danach schmerzte. Mit einem Seufzer lehnte er seinen Kopf an die kalten Stäbe. Gleichzeitig fragte er sich, weshalb dieser Clures, der Ridor doch so stark ähnelte, Malekhia mitgenommen hatte.
Plötzlich hörte er ein lautes Scheppern, das weiter hinten aus dem Flur kam. Ein wenig erschreckt blickte er auf. Dort stand Naws, seine Metallhand drehte sich noch immer, und sah ihn an. Mit einem finsteren Grinsen schritt er auf ihn zu.
"So, mein kleiner Glubut, jetzt nenn mir bitte ein paar Gründe, weshalb ich dich rauslassen sollte."
Wütend starrte Keif ihn an. Dann sagte er:
"Du bist so ein Idiot. Vielleicht hast du es ja noch nicht bemerkt, aber wir sind hier in einem anderen Universum, wo dein bescheuertes Reich nicht existiert! Wenn du hier weg willst, brauchst du auch meine Hilfe! Und denkst du wirklich, Shav...Malekhia will einen großen, egoistischen Drachen, der die ganze Zeit nur an sein Reich denkt??" Sichtlich von den letzten Worten getroffen, sah er ihn grimmig an. Dann packte er einen Stab und drehte seine Hand. Sofort wurde der Stab aus der Decke und dem Boden gerissen und flog, wieder einmal, scheppernd auf den Boden. Immernoch wütend auf Naws, weil er so unvorsichtig war, was Sachen leisesein anging, stampfte keif mit seinen großen Füßen aus der Zelle.

Nun rannten sie beide den schmalen Flur entlang, der knapp Beleuchtet war. Dann noch eine Treppe hoch. Und sie waren in einem sehr merkwürdigen Raum.
Hier standen viele verschiedene Spezii, die alle seltsam angezogen waren und traurig dreinblickten. Keif sah einen Wachmann. Mit schnellen Schritten lief er auf ihn zu, sprang hoch, seine halb-Flügel als Unterstützung, und trat dem Clures mitten ins Gesicht. Der Blaster, der noch in seinem Gürtel hing, ging in Keif's Besitz über. Damit schoss er nun durch den Raum und erledigte drei weiter Sicherheitsleute.

Grinsend stand das Glubut vor ihm. Er hatte vier Wächter ausgeschaltet. Dass aber einer von hinten kam, bemerkte er nie.
Ein dumpfer Schlag mit einem harten Gegenstand, und er lag am Boden. Naws grinste. Dieser Krieger war eindeutig zu überheblich. Und immer mehr Soldaten der Clures kamen. Bald war er eingekreist. Und sie kamen immer näher. Intuitiv, da ihm nichts anderes übrig blieb, griff er nach einer Sklavin und packte sie am Hals. Rasend schnell zog er seinen Dolch aus der Tasche; dieser wurde ihm nicht abgenommen. Kurz betrachtete er sein Opfer.
Sie sah fast aus wie eine Jikkif, aber ihre Haut war komplett weiß. Dazu hatte sie andere Augen, sie waren mehr Schlitzaugen. Sie hatte auch stärkere Arme und Beine, außerdem schwarze Krallen. Mit einem flehenden Blick sah sie ihn an. Nun setzte er seinen Dolch an ihre Kehle und rief in den Raum:
Einen Schritt weiter, und mein Dolch wird ihre Kehle zerschneiden!

Das DinnerBearbeiten

Wesentlich ruhiger ging es auf Grieda zu, wo der Stern gerade unterging. Das heißt, er ging nicht direkt unter. Da ein griedischer Tag ungefähr ein halbes Standardjahr dauerte, haben die Clures eine Vorrichtung angebracht, die das Licht "nachts" ungefähr auf die Helligkeit eines durchschnittlichen Mondes herunterdimmten.
Leviathan und Essandra hatten sich an diesem Abend in einem Restaurant verabredet, um dort zu Abend zu essen. Bezahlen konnten sie das Essen nur, da Yezka ihnen etwas Geld, genauer gesagt eine halbe Millionen Spodos, da gelassen hatte, um ihre Ausgaben zu bestreiten.
Leviathan saß auf dem marmorweißen Balkon des Restaurants mit dem nicht besonders klangvollen Namen "Zum Flambierten Kollewap". Da seine Reisegefährtin noch nicht da war, blickte er gelangweilt zu Griedas Stern, der tatsächlich aussah, wie ein großer Mond, aber die Landschaft dennoch in ein gespenstisches Grün tauchte. Er dachte an Essandra. An ihre gelben Augen, ihre rote, wie Samt wirkende Haut und ihre Entschlossenheit, die er bei einer Köchin nicht erwartet hatte. Plötzlich wurde er aus seinen Träumen gerissen, als Essandra den Stuhl auf der anderen Seite des Tisches unter einem leisen Scharren nach hinten zog. Er blickte sie an. Sie trug ein einfaches weißes Kleid, das jedoch durch den "Mondschein" grünlich schimmerte, was ihre dunkelrote Haut zusätzlich betonte. Ihre schwarzen Haare hatte sie zu einem Pferdeschwanz zurück gebunden und nur einige wenige Strähnen hingen im Rand ihres Gesichtsfeldes.
Er begrüßte sie freundlich und sie erwiderte den Gruß. Sie riefen den Kellner und Essandra bestellte etwas zu essen. Leviathan verstand nicht genau, was es war, da er von den Bewegungen ihre grün umleuchteten Lippen fasziniert war. Der Kellner wandte sich nun ihm zu.
Leviathan hatte sich noch nichts zu essen ausgesucht, doch er wollte sich nicht die Blöße geben, das zuzugeben, also murmelte er nur "Das Gleiche." Der Kellner notierte sich etwas auf seinem Block und ging dann mit schnellen, anmutigen Schritten in die Innenräume des Restaurants.
Essandra sah ihn verwundert an und fragte ihn dann: "Ich dachte du isst so gut wie kein Fleisch?"
"Das stimmt, aber wenn ich schon mal in einem so guten Restaurant bin, kann ich auch mal etwas essen!"
"Das sehe ich ja ein, aber...", begann Essandra und wurde dann von dem Kellner unterbrochen, der zwei Tablette trug und dabei trotzdem seinen anmutigen Gang beibehielt. Leviathan dachte im ersten Moment "Das ging aber schnell!" und im zweiten "Zu schnell um irgend etwas zu kochen!". Er blickte auf seinen Teller und ihm wurde fast schlecht, als er sah, was er bestellt hatte: Au seinem Teller lag ein toter, roher Garomma, der ihn aus seinen leeren Augen anzustarren schien.
Er blickte zu Essandra, die angeregt ihren Garomma in kleine Stücke schnitt und in ihren Mund schob.
Mit zutternder Stimme fragte Leviathan: "Du isst rohes Fleisch?"
Verwundert sah Essandra ihn an. "Warum nicht, du doch auch?", sie deutete auf seinen Teller.
Leviathan blickte auf sein Essen hinunter. Angewidert schnitt er ein Stück aus dem Flügel des Tieres heraus und führte es zu seinem Mund.